Ein Relaunch ist ein Umzug, kein Neuanfang. Es gibt schon etwas, das getragen hat: alte Adressen, die Besucher bringen, Inhalte, die Google kennt. Wer beim Neubau nur ans Design denkt, verliert genau das. Diese Checkliste zeigt, was vor dem Umschalttag erledigt sein muss.
Vor dem Launch kommt die komplette Liste aller Seiten, die heute Besucher bringen: aus der Search Console, aus den Server-Logs, aus eingehenden Links. Jede dieser Adressen bekommt ein Ziel auf der neuen Seite. Fehlt das Ziel, landet der Besucher auf einer Fehlerseite und Google streicht die Seite aus dem Index.
Eine pauschale Weiterleitung auf die Startseite ist für Google ein Fehler mit anderem Namen. Alte Leistungsseite zu neuer Leistungsseite, alter Blogartikel zu neuem Blogartikel. Nur wenn es wirklich keinen Nachfolger gibt, darf der Weg zur nächsthöheren Ebene führen.
| Alte Adresse | Richtiges Ziel | Falsches Ziel |
|---|---|---|
| /leistungen/webdesign | Neue Webdesign-Seite | Startseite |
| /blog/alter-artikel | Neuer bzw. thematisch nächster Artikel | Blog-Übersicht |
| /team | Über-uns-Seite | Fehlerseite (404) |
| Kampagnen-Landingpage (beendet) | Nächsthöhere Leistungsseite | Startseite |
Text, der heute rankt, ist ein Asset. Er wird übernommen und neu geordnet, nicht gelöscht und neu geschrieben. Überschriften-Struktur, interne Verlinkung und strukturierte Daten kommen ab Tag 1 mit, nicht als Nachtrag.
Die neue Seite geht erst online, wenn der Google-Score grün ist. Ein Relaunch, der langsamer ist als die alte Seite, verliert Rankings, auch wenn alles andere stimmt.
Kein Baustellen-Schild, keine Wochen mit halbfertigem Zustand. Die neue Seite entsteht unter einem eigenen Vorschau-Link, wird dort geprüft und wechselt an einem Tag. Danach: Search Console beobachten, Fehlerseiten in den ersten zwei Wochen nacharbeiten.
Was ein Relaunch kostet, wann er sich lohnt und wann eine Überarbeitung reicht, steht auf der Seite zum Website-Relaunch. Ob deine aktuelle Seite Substanz hat, zeigt der kostenlose Website-Check in rund 60 Sekunden.