Die Frage nach dem SEO-Preis ist schwerer zu beantworten als die nach dem Website-Preis, und das aus einem einfachen Grund: Eine Website ist ein Gegenstand mit Lieferumfang, SEO ist ein Wettrennen. Was es kostet, hängt davon ab, wer sonst noch mitläuft.
Trotzdem lassen sich Zahlen nennen, und zwar echte. Hier zuerst, was Anbieter im Ruhrgebiet verlangen, dann die Erklärung dahinter.
Für diesen Vergleich habe ich am 2. September 2026 geprüft, wer seine SEO-Preise öffentlich nennt und laut Impressum im Ruhrgebiet sitzt. Beides zusammen erfüllen wenige. Jede Zahl steht wörtlich auf der verlinkten Seite, maßgeblich ist immer die Angabe des Anbieters selbst.
| Anbieter | Sitz laut Impressum | Monatliche Betreuung | Weitere Stufen |
|---|---|---|---|
| Trueplace Marketing | Essen | ab 200 € Local SEO | individuell |
| Deine-SEO-Agentur | Herten | 450 bis 700 € (Paket S) | ab 799 €, ab 1.400 €, ab 2.000 € |
| Roland Hentschel | Herne | ab 800 € Content und Rankings | lokales SEO ab 1.200 €, technisches SEO ab 2.400 € einmalig |
| SmartSolution | Dortmund | ab 2.500 € | Rahmen 500 bis 3.000 € lokal |
| Pixelhaus | Bochum | keine Paketpreise | nennt 500 bis 3.000 €, 80 bis 150 €/Stunde |
Beträge netto, soweit angegeben.
Der Rahmen darüber hinaus: Ein unabhängiger Ratgeber zu SEO-Kosten nennt für die laufende Agenturbetreuung 1.000 bis 5.000 Euro im Monat, Stundensätze von 90 bis 300 Euro bei Agenturen und 50 bis 150 Euro bei Freelancern. Ein einmaliges Audit zu Technik und Inhalt setzt er mit 800 bis 3.000 Euro an.
Das ergibt eine brauchbare Faustregel für einen Betrieb im Ruhrgebiet mit einer Stadt als Einzugsgebiet: unter 400 Euro im Monat bekommst du Pflege, keine Strategie. Zwischen 800 und 1.400 Euro liegt der Bereich, in dem tatsächlich gearbeitet wird. Über 2.500 Euro zahlst du für Wettbewerbsdruck, den ein lokaler Handwerksbetrieb selten hat.
Vier Dinge erklären den Unterschied zwischen 200 und 2.500 Euro.
Deine Ausgangslage. Eine Website, die technisch sauber ist, Ladezeiten unter zwei Sekunden hat und eine schlüssige Seitenstruktur, braucht keine Grundsanierung. Eine zehn Jahre alte Seite ohne mobile Ansicht braucht drei Monate Vorarbeit, bevor überhaupt jemand über Rankings reden kann. Wo deine Seite steht, zeigt der kostenlose Website-Check in rund 60 Sekunden.
Dein Wettbewerb. "Sanitär Wanne-Eickel" ist ein anderes Rennen als "Rechtsanwalt Düsseldorf". Beim ersten reichen saubere Arbeit und ein gepflegtes Google-Profil, beim zweiten kämpfst du gegen Kanzleien mit eigenem Marketingbudget. Deshalb ist lokales SEO im Ruhrgebiet vergleichsweise günstig: Der Markt ist gewinnbar. Warum trotzdem oft die Nachbarstadt vorne steht, erklärt dieser Artikel.
Der Umfang. Eine Stadt oder zwölf. Fünf Leistungsseiten oder fünfzig. Jede zusätzliche Stadt braucht eine eigene Seite mit eigenem Inhalt, sonst ist es Textwiederholung, und die wirkt gegen dich.
Wer die Inhalte schreibt. Der größte Posten, genau wie beim Website-Projekt. Wenn du Texte lieferst, ist SEO Technik und Strategie. Wenn ich sie schreibe, kommt Redaktionsarbeit dazu, und die ist der Unterschied zwischen 800 und 1.400 Euro im Monat.
Einmalig, als Audit mit Maßnahmenliste. Du bekommst einen Bericht, was zu tun ist, und setzt es selbst oder mit deinem Webentwickler um. Kostet 800 bis 3.000 Euro, bei mir ab 2.400 Euro inklusive Umsetzung der technischen Punkte. Sinnvoll, wenn du intern jemanden hast, der weiterarbeitet.
Monatliche Betreuung. Der Normalfall. Laufende Arbeit an Inhalten, Technik, lokalen Signalen und Rankings, dazu ein Bericht. 450 bis 2.500 Euro im Monat, je nach Umfang. Sinnvoll, wenn Sichtbarkeit dauerhaft Anfragen bringen soll.
Als Teil eines Abos. Beim Design-Abo für 2.500 Euro im Monat ist SEO enthalten, zusammen mit Webdesign, Content und Automatisierung. Rechnet sich, wenn ohnehin ständig etwas ansteht und du nicht für jede Aufgabe ein Angebot einholen willst.
Ein Punkt, der oft untergeht: Das Google-Unternehmensprofil ist der einzige Sichtbarkeitshebel, der nichts kostet außer Zeit. Wer damit noch nicht fertig ist, sollte kein Geld in SEO stecken, sondern erst dort aufräumen. Der Leitfaden zur lokalen Sichtbarkeit beschreibt die Reihenfolge.
Bis 400 Euro im Monat. Google-Profil pflegen, Verzeichniseinträge sauber halten, ein Bericht. Das hält den Status, es verbessert ihn kaum. Für einen Betrieb, der schon gut sichtbar ist, kann das genügen.
800 bis 1.400 Euro im Monat. Der Bereich, in dem etwas passiert. Ein bis zwei neue Inhalte im Monat, technische Arbeit an der Seite, lokale Signale, Beobachtung der Rankings, Nachsteuern. Für einen lokalen Betrieb mit ein bis drei Städten Einzugsgebiet ist das die richtige Größe.
Ab 2.500 Euro im Monat. Mehrere Standorte, harter Wettbewerb, Shop oder eine Website mit hunderten Seiten. Oder eben das Abo, in dem SEO nur ein Teil ist.
Die wichtigste Frage nach dem Preis, und die, bei der am meisten gelogen wird.
Bei lokalen Suchbegriffen mit überschaubarem Wettbewerb ist die erste Bewegung nach vier bis acht Wochen sichtbar, oft schon nach der Arbeit am Google-Profil allein. Belastbare Ergebnisse, also mehr Anfragen statt nur bessere Platzierungen, brauchen vier bis sechs Monate. Bei stark umkämpften Begriffen dauert es länger, teils ein Jahr.
Wer dir Platz 1 in vier Wochen garantiert, verkauft dir entweder ein Ranking auf einen Begriff, den niemand sucht, oder er weiß es nicht besser. Beides ist ein Grund, nicht zu unterschreiben.
Ein Zwischenschritt, den viele übersehen: Sichtbarkeit entsteht heute nicht mehr nur bei Google. Ob ChatGPT, Perplexity und Gemini deinen Betrieb nennen, ist eine eigene Disziplin und lässt sich messen. Wie das geht, steht in Empfehlen ChatGPT, Claude und Gemini dein Unternehmen?.
Fünf Signale, die zuverlässig funktionieren:
Lokales SEO ab 1.200 Euro im Monat, Content und Rankings ab 800 Euro, technisches SEO ab 2.400 Euro einmalig. Alles netto, alles ohne lange Bindung, die Zahlen stehen offen auf der Preisseite.
Damit liege ich in der Mitte des Marktes: über dem Einstiegspaket aus Herten, unter der Dortmunder Betreuung, innerhalb der Spanne, die der unabhängige Ratgeber für ernsthafte Agenturarbeit nennt. Das ist kein Zufall, sondern eine Entscheidung. Unter 800 Euro im Monat lässt sich keine Arbeit leisten, die Anfragen bringt, sondern nur Pflege. Und über 2.000 Euro zahlt ein lokaler Betrieb für Wettbewerb, den er nicht hat.
Was bei mir enthalten ist und anderswo Zusatzposten sind: die Texte, die technische Umsetzung an der Seite selbst, und eine Messung vorher und nachher. Ich baue die Websites, auf denen ich SEO mache, und muss deshalb nichts an einen Webentwickler weiterreichen.
Die Rechnung ist einfacher, als sie aussieht. Nimm deinen durchschnittlichen Auftragswert und überleg, wie viele Aufträge im Jahr über die Seite kommen müssten, damit sich 1.200 Euro im Monat tragen.
Bei einem Handwerksbetrieb mit 3.000 Euro Auftragswert sind das fünf zusätzliche Aufträge im Jahr für die reinen Kosten. Bei einem Betrieb mit 800 Euro Auftragswert sind es achtzehn. Bei einer Kanzlei mit 5.000 Euro Mandatswert sind es drei.
Deshalb ist SEO für manche Betriebe die beste Investition und für andere die falsche. Wenn dein Auftragswert niedrig und dein Einzugsgebiet klein ist, bringt ein gepflegtes Google-Profil für null Euro mehr als ein SEO-Vertrag. Wenn ein einziger gewonnener Auftrag ein halbes Jahr Betreuung bezahlt, ist die Frage nicht ob, sondern wann.
Was eine Website vorher kostet, steht in Was kostet eine Website. Wo deine aktuelle Seite technisch steht, zeigt der Website-Check kostenlos in etwa einer Minute. Danach lässt sich die Kostenfrage konkret beantworten statt allgemein.