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Warum die Nachbarstadt dich verdrängt: lokale Rankings im Ruhrgebiet verstehen

In Herne top, in Bochum unsichtbar. Woran das liegt und was dagegen hilft, wenn deine Kunden aus mehreren Städten kommen.

Roland Hentschel27. August 20263 Min.KI-unterstützt · geprüft

Das Wichtigste in Kürze

Google nennt die Entfernung zwischen Suchendem und Betrieb als einen von drei Faktoren für lokale Ergebnisse, und sie ist der einzige, der sich nicht beeinflussen lässt. Deshalb ranken Betriebe in der eigenen Stadt gut und in der Nachbarstadt schlecht, obwohl die Fahrzeit zehn Minuten beträgt. Im dicht besiedelten Ruhrgebiet betrifft das fast jeden Betrieb. Wirksam sind eigenständige Inhalte je Stadt mit echtem Ortsbezug, kein kopierter Text mit ausgetauschtem Stadtnamen, denn solche Seiten wertet Google als Doorway-Pages.

Ein Betrieb aus Herne steht für „Elektriker Herne" auf Platz zwei und für „Elektriker Bochum" nirgendwo. Die Fahrzeit beträgt zwölf Minuten. Das fühlt sich falsch an und folgt trotzdem einer klaren Logik.

Der Faktor, den du nicht beeinflussen kannst

Google nennt in der Hilfe zum Unternehmensprofil drei Faktoren für lokale Ergebnisse: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Entfernung ist der Abstand zwischen dem Suchenden und dem jeweiligen Betrieb. Teilt jemand seinen Standort nicht mit, schätzt Google ihn anhand dessen, was über den Nutzer bekannt ist.

An Relevanz und Bekanntheit kannst du arbeiten. An der Entfernung nicht, jedenfalls nicht ohne zweiten Standort. Wer in Bochum-Querenburg sucht, bekommt Betriebe aus Querenburg und Umgebung, nicht aus Herne-Sodingen, selbst wenn der Herner Betrieb objektiv besser bewertet ist.

Warum das im Ruhrgebiet besonders auffällt

Anderswo ist die nächste Stadt 40 Kilometer entfernt und niemand erwartet, dort zu ranken. Hier liegen Herne, Bochum, Gelsenkirchen und Castrop-Rauxel so dicht, dass ein Betrieb selbstverständlich in allen vieren arbeitet. Der Einzugsbereich ist real, die Sichtbarkeit folgt ihm aber nicht automatisch.

Dazu kommt ein zweiter Effekt: In jeder dieser Städte sitzen Wettbewerber, für die diese Stadt der Heimatort ist. Gegen deren Entfernungsvorteil in ihrer eigenen Stadt gewinnst du selten über das Kartenergebnis.

Wo du trotzdem gewinnen kannst

Die Maps-Box ist nicht das einzige Ergebnis auf der Seite. Darunter stehen die klassischen organischen Treffer, und dort zählt die Entfernung deutlich schwächer. Genau da ist der Platz für Betriebe aus der Nachbarstadt.

Das heißt praktisch: Für „Elektriker Bochum" wirst du über das Unternehmensprofil schwer in die Kartenbox kommen. Über eine inhaltlich starke Seite zu Elektroarbeiten in Bochum kannst du sehr wohl organisch ranken. Zwei verschiedene Spielfelder, zwei verschiedene Strategien.

Der Fehler, den fast alle machen

Der naheliegende Reflex ist eine Stadtseite je Stadt, zwölfmal derselbe Text mit ausgetauschtem Namen. Genau das wertet Google als Doorway-Page: Seiten, die nur existieren, um für eine Ortsvariante zu ranken, und die dem Nutzer nichts Eigenes bieten. Im besten Fall ranken sie nicht, im schlechteren zieht es die ganze Domain mit runter.

Der Unterschied zwischen einer Doorway-Page und einer echten Stadtseite ist nicht die Textlänge, sondern der Informationsgehalt, den es nur für diese Stadt gibt.

Was eine Stadtseite braucht, um zu tragen

ElementSchabloneEchte Seite
Einleitung„Wir sind Ihr Partner in Stadt X"Was in dieser Stadt konkret anders ist
Referenzendieselben drei Logos überallein Projekt aus dieser Stadt oder dem Nachbarort
Branchengenerische Listedie Branchen, die diese Stadt prägen
Anfahrt„schnell vor Ort"Entfernung, Fahrzeit, konkrete Stadtteile
Fragenüberall identischFragen, die dort tatsächlich kommen

Wenn du zwölf Städte bedienst und nur für drei echten Inhalt hast, mach drei Seiten. Neun leere Seiten sind schlechter als keine.

Der ehrliche Rat bei begrenzter Zeit

Konzentrier dich auf die Stadt, in der du sitzt, plus maximal zwei Nachbarstädte, in denen du wirklich regelmäßig arbeitest. Dort baust du Substanz auf: Bewertungen von Kunden aus diesen Orten, Projekte, die du benennen darfst, Inhalte mit echtem Ortsbezug.

Der Rest kommt über die Zeit von selbst, weil Bekanntheit nicht an der Stadtgrenze endet.

Einordnung

Die drei Faktoren im Überblick stehen in Lokal bei Google gefunden werden. Die Grundlagen im Profil in Google-Unternehmensprofil optimieren, die Arbeit an der Bekanntheit in Google-Bewertungen sammeln.

Wie ich das für Städte im Ruhrgebiet umsetze, steht auf SEO Herne und den Seiten der Nachbarstädte.

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Roland Hentschel

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