Suchmaschinenoptimierung hat ein neues Kapitel: Wenn jemand ChatGPT, Claude, Gemini oder Perplexity fragt „Welchen Webdesigner in Herne empfiehlst du?“, gibt es keine zehn blauen Links, sondern eine Antwort mit zwei, drei Namen. Entweder du stehst drin oder nicht. Das nennt sich Generative Engine Optimization, kurz GEO.
Der GEO-Check stellt vier KI-Systemen live dieselbe Frage, die deine Kunden stellen: Branche plus Stadt. Gemessen wird, ob dein Unternehmen genannt wird, an welcher Position, und bei Perplexity zusätzlich, welche Quellen zitiert werden. Daraus entsteht ein Sichtbarkeits-Score von 0 bis 100. Das Ganze dauert etwa zwei Minuten und ist kostenlos.
KI-Modelle erfinden Empfehlungen nicht, sie leiten sie aus dem ab, was sie über dich finden: strukturierte Daten auf deiner Seite (wer du bist, was du anbietest, wo du tätig bist), klare Passagen, die eine Frage direkt beantworten, Bewertungen und Nennungen auf anderen Seiten, und ob Crawler wie ClaudeBot oder PerplexityBot deine Seite überhaupt lesen dürfen.
| 4 | KI-Systeme werden live befragt (ChatGPT, Claude, Gemini, Perplexity) |
|---|---|
| 58 % | weniger Klicks auf Position 1, wenn ein AI Overview erscheint (Ahrefs 2026) |
| 2 Min. | dauert der kostenlose GEO-Check inklusive Score |
Generative Engine Optimization (GEO) ist die Arbeit daran, in den Antworten generativer KI-Systeme als Quelle vorzukommen, so wie klassisches SEO die Arbeit an Positionen in der Trefferliste ist.
Warum das zählt, zeigt die Auswertung von Ahrefs zu AI Overviews: Erscheint über einem Suchergebnis ein AI Overview, sinkt die Klickrate der ersten organischen Position um rund 58 Prozent. In einer früheren Messung derselben Auswertung lag der Rückgang noch bei etwa 34,5 Prozent, der Effekt verstärkt sich also. Wer selbst als Quelle zitiert wird, holt sich einen Teil dieser Klicks zurück. Wer nicht genannt wird, ist für diese Kunden unsichtbar, egal wie gut die Google-Position ist.
Was Sichtbarkeit insgesamt kostet, steht in Was kostet eine Website. Auf der Live-Messung steht der Score für meine eigene Seite öffentlich, wöchentlich, unbeschönigt. Startwert am 13.07.2026: null. Und dann sieben Wochen lang weiter null, in zwölf Abfragen pro Woche, über vier Systeme und drei Suchbegriffe.

Am 31.08.2026 die erste Bewegung: Perplexity nennt mich bei „Webdesigner Herne" auf Platz 4. Eine von zwölf Abfragen, Gesamtscore 5 von 100. Das ist kein Durchbruch, aber es ist der erste Punkt über null, und er kam nach dem Relaunch mit strukturierten Daten und einem durchverlinkten Themencluster. Ein Zusammenhang ist wahrscheinlich, bewiesen ist er mit einem Datenpunkt nicht. Genau so lässt sich das für dein Unternehmen aufsetzen. Erster Schritt: einmal den GEO-Check laufen lassen und sehen, wo du stehst.