Das Google-Unternehmensprofil ist der einzige Sichtbarkeitshebel, der nichts kostet und trotzdem am häufigsten halbfertig bleibt. Kein Budget, kein Entwickler, nur zwei bis drei Stunden Arbeit.
Warum das Profil so stark wirkt
Google nennt in der Hilfe zum Unternehmensprofil drei Faktoren für lokale Ergebnisse: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Für die Relevanz empfiehlt Google ausdrücklich vollständige und detaillierte Angaben, damit das Unternehmen den passenden Suchanfragen zugeordnet werden kann. Für die Bekanntheit nennt Google unter anderem die Anzahl der Bewertungen.
Beides läuft über das Profil. Deshalb ist es der erste Schritt, nicht der letzte.
1. Die Hauptkategorie richtig wählen
Der stärkste einzelne Hebel und die häufigste Fehlerquelle. Die Hauptkategorie entscheidet, für welche Suchanfragen du überhaupt in Frage kommst. Ein Betrieb, der sich als „Bauunternehmen" führt, obwohl Kunden nach „Abbruchunternehmen" suchen, ist für diese Suchanfragen praktisch nicht vorhanden.
So findest du die richtige: Such nach deiner Leistung plus Stadt und sieh dir an, welche Kategorie die Betriebe in der Maps-Box führen. Google zeigt die Hauptkategorie im Profil öffentlich an. Nimm die, die deine Hauptleistung beschreibt, nicht die, die am größten klingt.
Zusatzkategorien sind erlaubt und sinnvoll, aber sie wirken schwächer. Nicht mehr als fünf, und nur solche, die du wirklich anbietest.
2. Leistungen vollständig eintragen
Das Leistungsverzeichnis im Profil ist ein Textfeld, das viele leer lassen. Jede Leistung mit eigenem Namen und kurzer Beschreibung erhöht die Zahl der Suchanfragen, zu denen Google dich als passend einstuft. Schreib die Begriffe, die Kunden benutzen, nicht die aus deiner Angebotssoftware.
3. Öffnungszeiten, auch die besonderen
Falsche Öffnungszeiten kosten doppelt: Der Kunde steht vor verschlossener Tür und schreibt eine schlechte Bewertung. Trag Feiertage und Betriebsferien vorher ein. Google fragt vor Feiertagen aktiv nach, das dauert 20 Sekunden und verhindert genau diesen Fall.
4. Fotos, aber echte
Fotos aus der Bilddatenbank erkennt jeder. Was wirkt: das Team, Fahrzeuge mit Beschriftung, fertige Arbeiten, der Eingang aus der Perspektive, aus der Kunden ankommen. Letzteres klingt banal und hilft Menschen tatsächlich beim Finden.
Regelmäßig neue Fotos sind ein Aktivitätssignal. Alle paar Wochen zwei bis drei genügen.
5. Der Website-Link gehört auf die passende Seite
Der häufigste Fehler nach der Kategorie: Der Link im Profil zeigt auf die Startseite. Wenn dein Profil eine bestimmte Leistung in einer bestimmten Stadt beschreibt, gehört er auf die Seite, die genau das behandelt. Der Besucher landet dort, wo er weiterlesen kann, statt sich durch eine Navigation zu suchen.
6. Fragen und Antworten selbst befüllen
Der Fragen-Bereich im Profil kann von jedem befüllt werden. Du darfst dort selbst Fragen stellen und beantworten. Nutz das für die drei Fragen, die bei dir am Telefon immer kommen: Was kostet es ungefähr, wie schnell könnt ihr, arbeitet ihr auch in Ort X.
Was wenig bringt
Beiträge im Wochentakt. Sie schaden nicht, aber die Wirkung auf Rankings ist gering. Wenn Zeit knapp ist, steck sie in Bewertungen.
Keywords im Firmennamen. „Müller Sanitär Herne Notdienst günstig" verstößt gegen die Richtlinien und kann zur Einschränkung des Profils führen. Der Name ist der Name.
Viele Zusatzkategorien. Wer zehn Kategorien führt, verwässert die Zuordnung, statt sie zu schärfen.
Danach
Ein vollständiges Profil wirkt meist innerhalb von ein bis vier Wochen. Der nächste Schritt ist Bekanntheit: Bewertungen sammeln, ohne zu tricksen und einheitliche Firmendaten in Verzeichnissen.
Wo das Profil in die Gesamtstrategie gehört, steht in Lokal bei Google gefunden werden. Wenn du das nicht selbst machen willst: SEO und lokale Sichtbarkeit.
