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Was kostet die laufende Pflege einer Website?

Updates, Hosting, Backups, Änderungen: Was nach dem Launch tatsächlich jeden Monat anfällt und was passiert, wenn man es weglässt.

Roland Hentschel27. August 20263 Min.KI-unterstützt · geprüft

Das Wichtigste in Kürze

Die laufende Pflege einer Unternehmenswebsite kostet bei Roland Hentschel zwischen 49 und 390 Euro pro Monat netto: Grund mit Updates, Backups und Monitoring ab 49 Euro, Betreut mit Security-Härtung, Staging und einer Stunde Support ab 149 Euro, Business mit 4-Stunden-Reaktion und Hack-Recovery ab 390 Euro, alle Pakete monatlich kündbar. Enthalten sind typischerweise Hosting, Sicherheits- und Systemupdates, Backups, Erreichbarkeitsüberwachung und ein Kontingent für kleine Änderungen. Wer die Pflege weglässt, zahlt sie verzögert: veraltete Systeme werden zum Sicherheitsrisiko, gebrochene Formulare kosten Anfragen unbemerkt, und nach zwei bis drei Jahren steht ein Relaunch an, der ein Vielfaches der eingesparten Beträge kostet.

Der Launch ist der Moment, in dem die meisten Betriebe aufhören, an ihre Website zu denken. Genau dort fangen die Kosten an, die niemand ins Angebot geschrieben hat.

Was jeden Monat tatsächlich anfällt

PostenGrößenordnungWas passiert ohne
Hosting und Domain10 bis 40 Euro/MonatSeite offline
Sicherheits- und Systemupdatesim Wartungsvertragbekannte Lücken bleiben offen
Backups mit Rücksicherungstestim Wartungsvertragein Ausfall wird zum Totalverlust
Erreichbarkeitsüberwachungim Wartungsvertragdu merkst Ausfälle als Letzter
Kleine ÄnderungenKontingent oder Stundensatzdie Seite friert inhaltlich ein
Prüfung von Formularen und Linksim WartungsvertragAnfragen gehen unbemerkt verloren

Bei mir gibt es dafür drei Wartungspakete, alle monatlich kündbar und ohne Mindestlaufzeit:

PaketPreisFür wen
Grundab 49 Euro/MonatInfo-Seite ohne Formulare und ohne Umsatz über die Seite
Betreutab 149 Euro/MonatSeiten, über die Anfragen kommen: zusätzlich Security-Härtung, Staging, fester Ansprechpartner, eine Stunde Support
Businessab 390 Euro/MonatSeiten mit Umsatzverantwortung: 4 Stunden Reaktionszeit, Hack-Recovery, Entwickler-Stunden

Wer stattdessen laufend Arbeit braucht statt nur Betrieb, ist im Design-Abo besser aufgehoben.

Der teuerste Posten ist der unsichtbare

Ein kaputtes Kontaktformular meldet sich nicht. Es sendet einfach nichts mehr, und du merkst es nach sechs Wochen, wenn dir auffällt, dass es ruhig geworden ist. Ich habe das mehrfach bei übernommenen Projekten gesehen: monatelang keine Anfrage, kein Fehler auf der Seite sichtbar, im Hintergrund ein abgelaufener Mailserver-Zugang.

Deshalb gehört zu jeder ernsthaften Wartung ein regelmäßiger Test der Wege, über die Kunden dich erreichen. Nicht "ist die Seite online", sondern "kommt eine Testanfrage tatsächlich an".

Was passiert, wenn man Pflege weglässt

Nichts, ungefähr zwölf Monate lang. Danach in dieser Reihenfolge:

  1. Sicherheit. Veraltete Systeme werden automatisiert angegriffen. Nicht weil dein Betrieb interessant ist, sondern weil Bots alles scannen. Wie schnell das real wird, zeigt die Cybersicherheitswarnung des BSI vom 17. Juli 2026: Zwei WordPress-Schwachstellen (CVE-2026-60137 und CVE-2026-63030) erlaubten unangemeldeten Angreifern die Ausführung von fremdem Code, das BSI stufte sie mit Kritikalität 3 ein, und funktionierende Angriffsbausteine waren öffentlich verfügbar. Für jede Seite, die zu diesem Zeitpunkt kein zeitnahes Update bekam, war das ein offenes Tor. Der Aufräumaufwand nach einem Befall liegt regelmäßig über den ersparten Wartungskosten von zwei Jahren.
  2. Sichtbarkeit. Suchmaschinen bewerten Aktualität und technische Sauberkeit. Eine Seite, an der drei Jahre nichts passiert, verliert langsam Positionen an Wettbewerber, die weiterarbeiten.
  3. Vertrauen. Preise von vorgestern, Mitarbeiter, die nicht mehr da sind, ein Ansprechpartner mit alter Nummer. Das kostet Anfragen, ohne dass jemand es dir sagt.
  4. Der Relaunch. Nach zwei bis drei Jahren ohne Pflege ist die Seite technisch so weit zurück, dass Reparieren teurer wird als Neubauen. Wie ein solcher Umzug abläuft, ohne dass Rankings verloren gehen, steht in der Relaunch-Checkliste.

Wartungsvertrag oder Stundensatz?

Beides funktioniert, aber sie lösen unterschiedliche Probleme.

Stundensatz passt, wenn du selbst im Blick hast, wann etwas ansteht, und einen Dienstleister anrufst. Günstiger, wenn wirklich selten etwas ist. Riskant, weil das Anrufen erfahrungsgemäß unterbleibt.

Ein Wartungsvertrag ist eine feste monatliche Pauschale, die Betrieb und Prüfung der Website abdeckt: Updates, Backups, Überwachung und meist ein kleines Kontingent für Änderungen. Er ersetzt die Einzelbeauftragung.

Wartungsvertrag passt, wenn du nicht daran denken willst. Updates und Prüfungen laufen ohne deine Beteiligung. Teurer in ruhigen Monaten, deutlich günstiger in dem einen Monat, in dem etwas passiert.

Der Selbsttest

Bevor du einen Vertrag abschließt: Prüf deine aktuelle Seite. Der kostenlose Website-Check misst Ladezeit, technisches SEO und Erreichbarkeit in rund 60 Sekunden. Wenn dort Punkte auftauchen, die du seit dem Launch nicht kanntest, weißt du, was Pflege ohne Vertrag bedeutet.

Wie sich die laufenden Kosten in die Gesamtrechnung einordnen, steht in Was kostet eine Website. Der Vergleich zwischen Miete mit enthaltener Pflege und Kauf mit separater Wartung steht in Website mieten oder kaufen.

Thema · Webdesign

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