Technisch bauen wir für alle vier dasselbe: schnelle Seiten, sauberes SEO, DSGVO-konformes Hosting. Inhaltlich sind es vier verschiedene Aufgaben, weil die Kunden in vier verschiedenen Situationen ankommen.
| 95 % | der 16- bis 74-Jährigen waren in den letzten drei Monaten online (Destatis 2025) |
|---|---|
| 87 % | sind es selbst bei den 65- bis 74-Jährigen |
| 94 % | der Handwerksbetriebe haben eine eigene Website (Bitkom 2025) |
Laut Statistischem Bundesamt sind praktisch alle deine Kunden online, auch die älteren. Und fast alle Wettbewerber haben eine Website. Die Frage ist nicht mehr, ob du gefunden wirst, sondern ob deine Seite dem Besucher in seiner Situation hilft.
| Branche | Situation des Besuchers | Was er sofort braucht |
|---|---|---|
| Handwerk | akutes Problem, oft eilig | Telefonnummer, Einzugsgebiet, Beweis für Qualität |
| Praxis | Terminsuche, oft unsicher | Termin, Leistungen verständlich, Anfahrt |
| Gastronomie | Entscheidung in Minuten | Karte, Öffnungszeiten, Reservierung |
| Kanzlei | Vertrauensfrage, oft heikel | Fachgebiet, Person, unverbindlicher Erstkontakt |
Wer diese Spalte ignoriert und stattdessen mit der Firmengeschichte anfängt, verliert den Besucher, bevor er scrollt.
Die Suchdaten zeigen dasselbe Muster in allen vier Branchen: Gesucht wird nach dem, was der Kunde braucht, selten nach der Branche.
Der Hausarzt wird gesucht, nicht die „Praxis für Allgemeinmedizin". Der Notdienst, nicht der „Elektroinstallationsbetrieb". Das Frühstück, nicht das Café. Jede Branche hat ihre eigenen Suchbegriffe, und die Website muss genau diese Wörter in der Sprache der Kunden enthalten. Wie du sie für deinen Betrieb findest, steht in Keyword-Recherche für lokale Betriebe.
Die Bitkom-Studie 2025 „Digitalisierung des Handwerks" (Befragung von 504 Handwerksbetrieben im Sommer 2025, veröffentlicht Januar 2026) zeigt: 94 Prozent haben eine eigene Website, 88 Prozent sind in Verzeichnissen eingetragen, 40 Prozent auf Bewertungsplattformen. Der Wettbewerb ist also nicht Website gegen keine Website, sondern Website gegen Website.
Was in allen vier Fällen den Ausschlag gibt:
Erreichbarkeit auf dem Handy. Die Telefonnummer als antippbarer Link, nicht als Bild. Klingt selbstverständlich, fehlt erstaunlich oft. Im Handel laufen laut HDE Online-Monitor 2026 bereits 61 Prozent der Online-Umsätze über Smartphones. Die Seite muss zuerst auf dem Handy funktionieren, dann auf dem Rechner.
Ladezeit. Wer aus einer Google-Liste kommt, nimmt bei einer langsamen Seite schnell den nächsten Treffer. Google misst das mit den Core Web Vitals. Als gut gilt, wenn der Hauptinhalt nach höchstens 2,5 Sekunden steht, die Seite auf einen Tipp innerhalb von 200 Millisekunden reagiert und beim Laden nichts verrutscht. Gemessen wird bei echten Besuchern, getrennt nach Handy und Rechner.
Der Ort. Nicht als Stichwort im Titel, sondern inhaltlich. Warum das im Ruhrgebiet besonders zählt, steht in Warum die Nachbarstadt dich verdrängt.
Ein sichtbarer nächster Schritt. Anrufen, Termin buchen, Tisch reservieren, Rückruf anfordern. Einer, nicht fünf.
Echte Fotos und echte Personen. In allen vier Branchen kauft der Kunde Vertrauen, bevor er die Leistung kauft. Bilddatenbank-Fotos untergraben genau das.
Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Es betrifft unter anderem Angebote auf Websites, über die Verbraucher einen Vertrag abschließen können, etwa Onlineshops, Buchungen oder Bestellungen. Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten, sind laut § 3 BFSG ausgenommen. Als Kleinstunternehmen gilt, wer weniger als zehn Beschäftigte hat und höchstens zwei Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme.
Ob dein Betrieb darunter fällt, hängt davon ab, was auf der Seite passiert und wie groß der Betrieb ist. Das klärst du mit deinem Anwalt, Rechtsberatung ist nicht meine Aufgabe. Unabhängig vom Gesetz lohnt sich Barrierefreiheit aber für alle: gut lesbare Schrift, ausreichende Kontraste und Knöpfe, die sich mit dem Daumen treffen lassen, helfen jedem Besucher auf dem Handy.
Für jede der vier gibt es einen eigenen Artikel mit den konkreten Punkten:
Der Umfang unterscheidet sich weniger als erwartet. Eine gute Handwerker-Website und eine gute Praxis-Website liegen im selben Bereich, weil der Aufwand nicht in der Technik steckt, sondern in Struktur, Texten und Bildern. Bei mir beginnt eine Website zum Festpreis ab 2.750 Euro netto. Mehr kostet es vor allem, wenn viele Leistungen eigene Seiten brauchen oder wenn wie bei einer Lieferküche ein Bestellsystem dazukommt. Die Preisübersicht steht in Was kostet eine Website, die Leistungsseite unter Custom Webdesign.
Nein, aber eine eigene Struktur. Ob oben die Telefonnummer, die Karte oder der Terminknopf steht, hängt von der Branche ab. Farben und Schrift kommen aus deiner Marke, nicht aus der Branche.
Als Ausgangspunkt ja. Eine Vorlage sorgt aber dafür, dass deine Seite aussieht wie die der Wettbewerber, die dieselbe Vorlage nutzen. Den Unterschied machen deine Texte, deine Fotos und deine Leistungsseiten.
Mit einem Blick auf Ladezeit, mobile Bedienung und die Suchbegriffe, für die du gefunden wirst. Die Technik prüft der kostenlose Website-Check in etwa einer Minute, die Suchbegriffe zeigt die Google Search Console.
Wie du lokal sichtbar wirst, steht in Lokal bei Google gefunden werden.