In der Gastronomie und im Einzelhandel entscheidet sich die Sache in unter zwei Minuten, oft unterwegs, auf dem Handy, mit knappem Akku. Drei Angaben entscheiden, alles andere ist Kür.
1. Öffnungszeiten, und zwar die von heute
Der häufigste und teuerste Fehler. Wer vor verschlossener Tür steht, kommt nicht wieder und schreibt oft eine Bewertung dazu. Damit kostet eine falsche Zeitangabe zweimal.
Drei Stellen müssen übereinstimmen: Website, Google-Unternehmensprofil und die Tür. Google fragt vor Feiertagen im Profil aktiv nach den Sonderzeiten, das dauert zwanzig Sekunden. Betriebsferien gehören vorher eingetragen, nicht am ersten Urlaubstag: Bis zu sechs Tage am Stück gehen als Sonderöffnungszeiten, längere Schließungen markierst du laut Google als „vorübergehend geschlossen".
2. Die Karte oder das Sortiment, aktuell und lesbar
Eine Speisekarte als PDF ist auf dem Handy eine Zumutung: Sie lädt langsam, und man muss zoomen. Google liest zwar PDFs mit echtem Text, eine eingescannte Karte bietet aber kaum lesbaren Text. Die Karte gehört als Text auf die Seite. Dann findet Google auch die einzelnen Gerichte, und jemand, der nach „vegetarisch essen Herne" sucht, kann bei dir landen.
Im Einzelhandel dasselbe mit dem Sortiment: nicht jeder Artikel, aber die Kategorien und die Marken, nach denen Leute suchen.
3. Der nächste Schritt, einmal, groß
Tisch reservieren, Termin vereinbaren, anrufen, bestellen. Einer davon ist der wichtigste, und der gehört sichtbar nach oben. Vier gleichwertige Schaltflächen sind keine Auswahl, sondern eine Entscheidung, die der Gast nicht treffen will.
Was in dieser Branche zusätzlich wirkt
Echte Fotos vom Laden und vom Essen. Nicht die Bilddatenbank. Menschen wollen sehen, wo sie hingehen.
Das Google-Unternehmensprofil vor der Website. Ein großer Teil der Entscheidungen fällt in der Kartenansicht, ohne dass jemand die Website öffnet. Fotos, Öffnungszeiten und Bewertungen dort sind wichtiger als das Layout der Startseite. Die Schritte stehen in Google-Unternehmensprofil optimieren.
Saisonales. Im Ruhrgebiet ist das oft konkreter als anderswo. In Herne prägt die Cranger Kirmes elf Tage lang den ganzen Norden der Stadt. Wer Öffnungszeiten, Aktionen und Erreichbarkeit dafür anpasst, verdient an genau diesen Tagen.
Was du dir sparen kannst
Eine aufwendige Bildergalerie, eine Unterseite je Mitarbeiter, ein Newsletter-Popup beim ersten Scrollen. In dieser Branche gewinnt die Seite, die in zehn Sekunden die drei Fragen beantwortet.
Einordnung
Die lokale Sichtbarkeit steht in Lokal bei Google gefunden werden, die Bewertungen in Google-Bewertungen sammeln, die Preise in Was kostet eine Website.

