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Google-Unternehmensprofil erstellen: Schritt für Schritt, mit den Stolperfallen

Anlegen, Kategorie wählen, verifizieren, fertig einrichten. Die vollständige Anleitung inklusive der Fehler, die später teuer werden.

Roland Hentschel30. August 20267 Min.KI-unterstützt · geprüft

Das Wichtigste in Kürze

Ein Google-Unternehmensprofil wird über business.google.com/add angelegt und ist kostenlos. Entscheidend sind drei Dinge: die richtige Hauptkategorie, eine korrekte Adresse oder ein Einzugsgebiet bei Betrieben ohne Ladenlokal, und die Verifizierung. Google bietet dafür Telefon oder SMS, E-Mail, einen Live-Videoanruf, eine Postkarte und die Search Console an; die ersten drei bestätigen sofort, die Postkarte braucht meist bis zu 14 Tage. Nach der Bestätigung kann die abschließende Prüfung bis zu fünf Werktage dauern. Wer alles selbst macht, braucht mit Fotos und Verzeichnissen drei bis vier Stunden.

Wer nach „Elektriker Herne" sucht, sieht zuerst eine Karte mit drei Betrieben, erst darunter die klassischen Treffer. In dieser Karte steht nur, wer ein Google-Unternehmensprofil hat. Es kostet nichts, es ist in einer Stunde angelegt, und trotzdem fehlt es vielen Betrieben oder liegt halbfertig herum.

Diese Anleitung geht den ganzen Weg durch: anlegen, Kategorie wählen, verifizieren, einrichten. Und sie nennt die Fehler, die sich später nur mühsam korrigieren lassen.

Was du vorher bereitlegst

Fünf Minuten Vorbereitung sparen später eine Stunde:

  • Ein Google-Konto, am besten ein geschäftliches und nicht das private von 2011
  • Den exakten Firmennamen, so wie er auf der Rechnung und im Impressum steht
  • Die Anschrift, ebenfalls zeichengleich zum Impressum
  • Eine Telefonnummer, unter der wirklich jemand abnimmt
  • Die Adresse der Website, möglichst der Unterseite, die zum Angebot passt
  • Fünf bis zehn eigene Fotos: Team, Fahrzeug, fertige Arbeiten, Eingang

Der letzte Punkt wird gern verschoben. Mach ihn zuerst, sonst steht das Profil am Ende ohne Bilder da.

Schritt 1: Das Profil anlegen

Der Einstieg läuft über business.google.com/add. Dort auf „Unternehmen zu Google hinzufügen" klicken und den Firmennamen eingeben.

Schlägt Google dir dabei einen bestehenden Eintrag vor, der aussieht wie dein Betrieb, dann leg kein neues Profil an. Viele Unternehmen existieren bereits in Google Maps, weil Daten automatisch aus anderen Quellen übernommen wurden. In dem Fall forderst du das bestehende Profil an, statt ein zweites zu erzeugen. Zwei Profile für denselben Betrieb teilen später die Bewertungen und die Signale, und das Zusammenführen ist deutlich mühsamer als die Übernahme.

Der Firmenname ist der Firmenname. Nicht „Müller Sanitär Herne Notdienst günstig". Zusätzliche Suchbegriffe im Namen verstoßen gegen die Richtlinien und können zur Einschränkung des Profils führen. Das ist der häufigste Fehler überhaupt, und er wird gern von Leuten empfohlen, die es besser wissen müssten.

Schritt 2: Die Hauptkategorie wählen

Das ist der wichtigste Schritt der ganzen Anlage, und er dauert zwei Minuten, wenn man weiß, wie.

Die Hauptkategorie entscheidet, für welche Suchanfragen dein Profil überhaupt in Frage kommt. Ein Betrieb, der sich als „Bauunternehmen" führt, obwohl Kunden nach „Abbruchunternehmen" suchen, taucht für diese Suchen praktisch nicht auf. Nachträglich lässt sich das ändern, aber jeder Wechsel wirft dich in der Bewertung zurück.

So findest du die richtige: Such nach deiner Hauptleistung plus Stadt und sieh dir an, welche Kategorie die Betriebe in der Kartenbox führen. Google zeigt sie im Profil öffentlich an. Nimm die, die deine Hauptleistung beschreibt, nicht die, die am größten klingt.

Zusatzkategorien sind erlaubt und sinnvoll, wirken aber schwächer. Nicht mehr als fünf, und nur solche, die du wirklich anbietest.

Schritt 3: Adresse oder Einzugsgebiet

Hier trennen sich zwei Arten von Betrieben.

Kunden kommen zu dir, also Praxis, Laden, Werkstatt, Büro mit Publikumsverkehr: Du gibst die Adresse an, und sie muss stimmen. Google prüft das.

Du fährst zum Kunden, also Handwerk, Montage, mobile Dienstleistung: Dann kannst du die Adresse verbergen und stattdessen ein Einzugsgebiet angeben. Trag die Orte ein, in denen du tatsächlich arbeitest, nicht das halbe Bundesland. Ein realistisches Gebiet wirkt besser als ein übertriebenes, und übertriebene Angaben helfen bei der Platzierung ohnehin nicht, weil die Entfernung zum Suchenden ein eigener Faktor ist.

Ein Postfach oder eine Briefkastenadresse geht nicht. Das fliegt spätestens bei der Verifizierung auf.

Schritt 4: Kontaktwege und Website

Die Telefonnummer sollte die sein, unter der wirklich abgenommen wird, nicht die Zentrale, die dreimal weiterverbindet. Sie muss zeichengleich zu der auf deiner Website und in Verzeichnissen sein, sonst zählen Nennungen nicht als dieselbe Nennung. Warum das zählt, steht in NAP und Brancheneinträge.

Beim Website-Link machen fast alle denselben Fehler: Er zeigt auf die Startseite. Wenn dein Profil eine bestimmte Leistung in einer bestimmten Stadt beschreibt, gehört er auf die Seite, die genau das behandelt. Der Besucher landet dann dort, wo er weiterlesen kann.

Schritt 5: Die Verifizierung

Ohne Bestätigung ist das Profil angelegt, aber nicht sichtbar. Google bietet mehrere Wege an, und sie unterscheiden sich stark in der Dauer.

WegDauerVoraussetzung
Telefon oder SMSsofortDu nimmst unter der geschäftlichen Nummer ab
E-MailsofortZugriff auf die hinterlegte Adresse
Live-VideoanrufsofortNur während der Öffnungszeiten am Standort
Postkartemeist bis zu 14 TageCode läuft nach 30 Tagen ab
Search Consoleteils sofortWebsite dort bereits bestätigt

Welche Wege dir angeboten werden, entscheidet Google, nicht du. Wenn Telefon oder E-Mail zur Auswahl stehen, nimm sie. Die Postkarte ist der langsamste Weg und der einzige, bei dem etwas verloren gehen kann.

Beim Videoanruf wird dir jemand beim Rundgang zusehen: Schild am Gebäude, Arbeitsplatz, Werkzeug oder Warenbestand, und ein Nachweis, dass du berechtigt bist, etwa ein Rechnungsblock oder ein Fahrzeug mit Beschriftung. Leg das vorher bereit, dann dauert es fünf Minuten.

Nach der Bestätigung kann die abschließende Prüfung noch bis zu fünf Werktage dauern. In dieser Zeit ist das Profil bereits angelegt, erscheint aber noch nicht überall.

Schritt 6: Direkt nach der Bestätigung

Ein bestätigtes, aber leeres Profil bringt fast nichts. Diese sechs Felder gehören noch am selben Tag gefüllt:

Leistungen einzeln eintragen. Jede mit eigenem Namen und kurzer Beschreibung, in der Sprache deiner Kunden, nicht in der deiner Angebotssoftware. Das erhöht die Zahl der Suchanfragen, zu denen Google dich als passend einstuft.

Öffnungszeiten inklusive Feiertagen. Google fragt vor Feiertagen aktiv nach. Zwanzig Sekunden, und du verhinderst den Fall, dass jemand vor verschlossener Tür steht und daraufhin eine schlechte Bewertung schreibt.

Fotos hochladen. Echte, keine aus der Bilddatenbank. Der Eingang aus der Perspektive, aus der Kunden ankommen, hilft Menschen tatsächlich beim Finden.

Die Beschreibung schreiben. Ein Absatz, was du machst und für wen. Keine Werbesprache, kein „Ihr Partner für".

Fragen und Antworten selbst befüllen. Der Bereich kann von jedem befüllt werden, auch von dir. Nutz das für die drei Fragen, die bei dir am Telefon immer kommen.

Den Bewertungslink holen. Google stellt im Profil einen Kurzlink und einen QR-Code bereit. Damit fängst du sofort an, statt in einem halben Jahr. Wie das regelkonform läuft und welche Anreize verboten sind, steht in Google-Bewertungen sammeln.

Die Stolperfallen, kurz und vollständig

Suchbegriffe im Firmennamen. Verstoß gegen die Richtlinien, kann zur Einschränkung führen. Der häufigste und teuerste Fehler.

Ein zweites Profil anlegen, obwohl schon eins existiert. Bewertungen und Signale teilen sich auf. Vorher suchen, dann übernehmen.

Falsche Hauptkategorie. Kostet dich die Sichtbarkeit für genau die Suchen, die Umsatz bringen. Jede spätere Änderung wirft dich zurück.

Adresse eintragen, obwohl du zum Kunden fährst. Führt zu Problemen bei der Verifizierung und zu Erwartungen, die du nicht erfüllen kannst.

Verifizierung liegen lassen. Der Postkarten-Code läuft nach 30 Tagen ab, dann beginnt der Vorgang von vorn.

Nach der Anlage nichts mehr tun. Ein Profil ohne neue Fotos, ohne Antworten auf Bewertungen und mit Öffnungszeiten von vorletztem Jahr verliert langsam an Boden. Was danach zu tun ist, steht in Google-Unternehmensprofil optimieren.

Was das Ganze wirklich kostet

Das Profil selbst ist kostenlos, bei Google fällt dafür nichts an. Was es kostet, ist Zeit.

Realistisch: eine halbe Stunde für die Anlage, dazu die Verifizierung, die je nach Weg sofort erledigt ist oder zwei Wochen auf die Post wartet. Dann ein bis zwei Stunden für Leistungen, Fotos, Beschreibung und Fragen. Wer die Firmendaten zusätzlich in den wichtigsten Verzeichnissen angleicht, ist bei drei bis vier Stunden insgesamt.

Das ist gut investierte Zeit, und du kannst es selbst machen. Diese Anleitung reicht dafür aus.

Wenn du die drei bis vier Stunden nicht hast oder sichergehen willst, dass Kategorie, Verzeichnisse und Bewertungsweg von Anfang an sitzen, mache ich das zum Festpreis: Google-Profil-Setup für 490 Euro einmalig, in zwei bis drei Tagen, mit einer Messung vorher und einer nach vier Wochen. Keine Laufzeit, kein Abo.

Wo deine Website dabei technisch steht, zeigt der kostenlose Website-Check in rund 60 Sekunden. Wie lokale Sichtbarkeit insgesamt entsteht, steht in Lokal bei Google gefunden werden.

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