Immer mehr Menschen fragen nicht mehr Google, sondern ChatGPT: "Wen kann ich in Herne mit einer neuen Website beauftragen?" Die Antwort nennt zwei bis vier Namen. Wer nicht dabei ist, existiert für diesen Interessenten nicht.
Es gibt kein Werkzeug, das dir dafür ein Ranking anzeigt, und keinen Anbieter, der Regeln veröffentlicht. Was man tun kann, ergibt sich deshalb aus Beobachtung und aus dem, was technisch nachvollziehbar ist.
Grob vereinfacht gibt es zwei Wege.
Aus dem Training. Was das Modell beim Training gesehen hat, steckt in seinen Gewichten. Das ist alt, unspezifisch und für einen lokalen Betrieb selten hilfreich. Daran lässt sich nichts ändern.
Aus einer Suche im Moment der Frage. Die relevanten Systeme suchen heute live, holen sich Seiten und formulieren daraus die Antwort. Das ist der Weg, auf den du Einfluss hast.
Entscheidend ist dabei, welche Seiten geholt werden. Bei der Frage nach einem guten Anbieter sind das selten die Anbieterseiten selbst. Es sind Verzeichnisse, Bewertungsportale, Branchenübersichten und Vergleichsseiten. Deine eigene Website liefert die Bestätigung, aber die Vorauswahl passiert woanders.
Das ist der wichtigste Unterschied zu klassischem SEO, und er erklärt, warum eine schöne neue Website allein nichts an der KI-Sichtbarkeit ändert.
Bevor irgendetwas anderes sinnvoll ist, prüf deine robots.txt. Wer die KI-Crawler blockiert, kommt in diesen Antworten nicht vor, unabhängig davon, wie gut die Seite ist.
Ruf deinedomain.de/robots.txt auf und such nach Einträgen für GPTBot, OAI-SearchBot, ClaudeBot, PerplexityBot und Google-Extended. Steht dort ein Verbot, ist das die Erklärung.
Manche Baukästen und Sicherheits-Plugins setzen solche Sperren automatisch, ohne dass jemand es entschieden hat. Es kann gute Gründe für eine Sperre geben, etwa wenn du nicht willst, dass deine Inhalte in Trainingsdaten landen. Nur sollte es eine Entscheidung sein und kein Zufall.
Weil die Vorauswahl über fremde Quellen läuft, ist das der eigentliche Hebel.
Das Google-Unternehmensprofil, vollständig ausgefüllt mit richtiger Hauptkategorie, allen Leistungen und aktuellen Angaben. Es ist die am häufigsten weiterverwendete Quelle für lokale Angaben. Die Anleitung steht in Google-Unternehmensprofil optimieren.
Bewertungen, aktuell und in nennenswerter Zahl. Für ein Sprachmodell sind sie eine der wenigen Aussagen über Qualität, die nicht vom Anbieter selbst stammen. Der regelkonforme Weg steht in Google-Bewertungen sammeln.
Einheitliche Firmendaten überall. Ein System, das drei Schreibweisen deines Namens und zwei Adressen findet, ordnet die Signale nicht zusammen. Details in NAP und Brancheneinträge.
Erwähnungen auf Seiten, die dir nicht gehören. Branchenverzeichnisse, lokale Portale, Fachbeiträge, Referenzen bei Kunden und Partnern. Das ist mühsam und wirkt langsam, aber es ist der Stoff, aus dem die Antworten gebaut werden.
Auf deiner eigenen Seite entscheidet die Form darüber, ob ein Abschnitt in einer Antwort landet.
Frage stellen, direkt beantworten. Eine Überschrift, die eine echte Frage formuliert, und darunter ein Absatz, der sie beantwortet, bevor er sie erklärt. Was danach kommt, ist Begründung.
Konkrete Angaben statt Adjektive. "Wir liefern schnell" ist wertlos. "One-Pager in einer Woche, komplette Website in vier bis sechs Wochen" ist zitierfähig. Dasselbe gilt für Preise: Wer eine Zahl nennt, wird bei Preisfragen genannt, wer "auf Anfrage" schreibt, nicht.
Wichtiges als Text. Was nur in einer Grafik oder einem Bild steht, existiert für diese Systeme nicht.
Eine Seite je Thema. Ein System sucht die Seite, die zur Frage passt. Eine Sammelseite, die zwölf Leistungen streift, passt zu keiner Frage richtig.
Hier hört bei den meisten die Arbeit auf, und deshalb ist es der Punkt, an dem man sich unterscheiden kann.
Es gibt keine Search Console für ChatGPT. Der einzige Weg ist, regelmäßig dieselben Fragen zu stellen und festzuhalten, was zurückkommt: Wirst du genannt, an welcher Stelle, mit welcher Beschreibung, und wer steht sonst dort.
Wichtig ist die Wiederholung. Eine einzelne Abfrage sagt wenig, weil die Antworten schwanken. Erst eine Reihe über Wochen zeigt, ob sich etwas bewegt.
Genau dafür ist der Check zur KI-Sichtbarkeit gebaut: dieselben Fragen an mehrere Systeme, protokolliert mit Position und Verlauf. Wie das in der Praxis aussieht, inklusive der eigenen Werte über mehrere Wochen, steht in Empfehlen ChatGPT, Claude und Gemini dein Unternehmen?.
Die llms.txt. Wird kaum abgerufen, und Google nutzt sie nach eigener Aussage nicht. Belege in Brauchst du eine llms.txt.
Texte, die für Maschinen geschrieben sind. Der Versuch, besonders modellfreundlich zu formulieren, führt zu Texten, die Menschen nicht lesen wollen. Die Systeme bevorzugen dasselbe, was ein eiliger Leser bevorzugt: klare Struktur und schnelle Antworten.
Masse. Zwanzig generierte Artikel machen dich nicht zitierfähiger, sondern austauschbarer.
Panik. Für einen lokalen Betrieb ist die klassische Suche weiterhin der größere Kanal. KI-Sichtbarkeit ist der Kanal, der wächst, und wer jetzt anfängt, hat den Vorteil, dass fast niemand daran arbeitet. Was dahinter steckt und was davon Etikett ist, steht in Generative Engine Optimization: was wirklich wirkt.