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Was kostet SEO 2026 wirklich?

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Von Roland Hentschel

Du bekommst ein SEO-Angebot über 900 Euro im Monat und weißt nicht, ob das fair ist. Willkommen im Normalfall.

Ich bin selbstständiger Webentwickler und berate von Herne aus kleine und mittelständische Unternehmen bei Sichtbarkeit im Netz und KI-gestützten Abläufen. Die Kundschaft reicht vom Handwerk bis zu Kanzleien, Praxen und lokalem Einzelhandel. In fast jedem Erstgespräch kommt dieselbe Frage: "Was darf SEO kosten, und wem kann ich glauben?"

Die Antwort ist unbequem. Am Markt existieren drei Preismodelle nebeneinander, die sich nicht direkt vergleichen lassen. Ohne diesen Rahmen kannst du 900 Euro monatlich weder als teuer noch als günstig einordnen. Genau in dieser Grauzone arbeiten unseriöse Anbieter am liebsten. Dieser Text sortiert die Modelle, benennt Warnsignale, die du ohne SEO-Wissen anwenden kannst, und räumt mit einem hartnäckigen Google-Mythos auf.

Lohnt sich SEO für deinen Betrieb überhaupt?

Ehrliche Antwort vorweg: nicht für jeden. Läuft dein Geschäft stabil über Empfehlungen und einen vollen Terminkalender, ist SEO Luxus. Suchen Kunden dagegen aktiv bei Google nach deiner Leistung, verlierst du ohne Sichtbarkeit jeden Monat Anfragen an die Konkurrenz.

Der schnelle Selbsttest: Tippe deine Kernleistung mit deinem Ort bei Google ein. "Elektriker Herne", "Heizung Bochum", "Physiotherapie Dortmund", "Restaurant Essen". Siehst du dort viele lokale Anbieter, bezahlte Anzeigen, aktive Bewertungen und lange Vorschlagslisten, gibt es einen Markt, um den es sich zu kämpfen lohnt.

Roland Hentschel · Laptop mit Google-Suchergebnissen auf dem Schreibtisch eines KMU-Geschäftsführers
Roland Hentschel · Laptop mit Google-Suchergebnissen auf dem Schreibtisch eines KMU-Geschäftsführers
KI-generiertes Symbolbild

Wichtiger als der Preis ist der Zeithorizont. Erste spürbare Effekte zeigen sich in der Regel nach drei bis sechs Monaten, eine stabilere Wirkung eher nach sechs bis zwölf, teilweise bis achtzehn Monaten (zusammenfassende Einordnung bei Ahrefs zur SEO-Dauer; belastbare Bandbreite, keine Garantie). Wer in drei Wochen Aufträge braucht, weil ein Großkunde weggebrochen ist, fährt mit Google Ads ehrlicher.

SEO Kosten im Überblick: drei Preismodelle

Kernantwort: SEO wird nach Stundensatz, monatlicher Pauschale oder als Projektpreis abgerechnet. Der Stundensatz deckt einzelne Aufgaben ab. Die Pauschale steht für laufende Betreuung. Der Projektpreis passt zu einmaligen Setups, etwa bei einer neuen Website. Konkrete Marktzahlen streuen stark, weil Umfang und Wettbewerbsdichte den Preis treiben.

Ein typisches Missverständnis aus meiner Beratung: Ein Betrieb mit sieben Mitarbeitenden fragt eine Agentur an, weil die Website nicht bei Google auftaucht. Die Agentur bietet einen Retainer über achtzehn Monate an. Sinnvoll wäre erst ein einmaliger Audit gewesen, um den eigentlichen Hebel zu finden. Ergebnis: viele Monate teurer Blindflug, weil Modell und Bedarf nicht zusammenpassten.

Stundensatz: für klar umrissene Aufgaben

Beim Stundensatz zahlst du nur, was tatsächlich anfällt. Deutsche Anbieterseiten wie datenbasiert.de und growsta.de nennen weite Spannen, die je nach Seniorität und Region deutlich auseinandergehen. Eine methodisch belastbare Branchenstatistik für Deutschland liegt mir nicht vor. Nimm veröffentlichte Zahlen deshalb als Orientierung, nicht als Tarif.

Das Modell trägt, wenn du genau weißt, was du willst. Deine neue Landingpage taucht in der Google-Suche nicht auf, jemand analysiert das Problem und liefert die Lösung in überschaubarer Zeit.

Für laufende Sichtbarkeitsarbeit taugt der Stundensatz wenig. SEO ist ein kontinuierlicher Zyklus aus Messen und Nachjustieren. Wer nur stundenweise arbeitet, verliert den roten Faden zwischen den Terminen.

Warnsignal: ein Angebot mit vagem Leistungsumfang ("wir arbeiten stundenweise nach Bedarf") ohne Deckelung und ohne monatliches Reporting. Das führt zur offenen Rechnung.

Monatspauschale: der Regelfall mit einem Haken

Die monatliche Pauschale ist der häufigste Weg, weil SEO Zeit braucht. Für den erwähnten Zeitraum von sechs bis achtzehn Monaten plant ein seriöser Anbieter Kapazität ein. Was du bekommst: fortlaufende Optimierung, Content-Arbeit, technische Wartung und regelmäßiges Reporting.

Daraus folgt ein Punkt, den ich in Erstgesprächen immer offen anspreche. Sehr billige Monatsangebote funktionieren strukturell selten. Niemand kann viele Monate sorgfältige Arbeit für ein Mini-Budget leisten. Was du dann bekommst, sind meist automatisierte Berichte und leere Aktivität.

Der eigentliche Haken liegt woanders. Ich sehe regelmäßig Verträge mit zwölf oder vierundzwanzig Monaten Laufzeit ohne Kündigungsmöglichkeit. Diese Absicherung braucht ein Anbieter, der seine Arbeit versteht, nicht: Zufriedene Kunden bleiben ohnehin. Lange Zwangsbindungen zeigen, dass jemand die eigene Leistung selbst nicht für ergebnisstark hält.

Ich bevorzuge in meiner Arbeit kürzere, kündbare Laufzeiten mit klar dokumentierten Meilensteinen. Wer im vierten Monat keinen Fortschritt sieht und keine plausible Erklärung bekommt, soll gehen können. Wie ich laufende Betreuung strukturiere, findest du auf der Seite Preise.

Roland Hentschel · Geschäftsgespräch zwischen SEO-Berater und KMU-Unternehmer an hellem Tisch mit Notizen und Kaffee
Roland Hentschel · Geschäftsgespräch zwischen SEO-Berater und KMU-Unternehmer an hellem Tisch mit Notizen und Kaffee
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Projektpreis: einmalig oder wiederkehrend?

Ein komplettes SEO-Setup wird häufig als Projektpreis abgerechnet, oft im Kontext einer neuen Website. Die Spannen, die Anbieterseiten dazu nennen, schwanken stark, weil Umfang und Wettbewerbsdichte den Preis treiben. Eine robuste Branchenstatistik, die einen festen Rahmen belegt, kenne ich nicht.

Das Modell passt, wenn eine Website neu aufgesetzt wird und SEO von Anfang an eingebaut werden soll. Wer das ohnehin plant, findet auf der Seite Websites zum Festpreis einen Ablauf, der Sichtbarkeit direkt mitdenkt.

Warnsignal: Der Anbieter kann dir vorab nicht schriftlich erklären, welche Arbeitsschritte in welchem Umfang enthalten sind. Bekommst du am Ende eine hohe Rechnung und einen dünnen Bericht, stimmt das Verhältnis nicht.

Warnsignale, die du ohne SEO-Wissen erkennst

Auch ohne Fachwissen kannst du vier Punkte am Angebot prüfen. Wer bei mehreren Punkten schwach ist, ist unabhängig vom Preis kein guter Partner.

  1. Vertragslaufzeit über zwölf Monate ohne Kündigungsmöglichkeit. Kurze Laufzeiten mit Verlängerungsoption schützen dich, ohne den Anbieter zu benachteiligen.
  2. Keine schriftliche Strategie vor Arbeitsbeginn. Bevor jemand deine Website oder dein Google Business Profile anfasst, sollte dokumentiert sein, welche Keywords, welche Seiten, welche Reihenfolge, welches Ziel. Wer sofort loslegt, hat entweder kein Konzept oder will keine Rechenschaft ablegen.
  3. Rechnungen ohne nachvollziehbare Aufschlüsselung. Eine Sammelposition "SEO-Betreuung Pauschal" reicht nicht. Du solltest sehen, welche Aufgaben in welchem ungefähren Umfang gemacht wurden und welche Ergebnisse dranhängen.
  4. Ranking-Garantien. In seinen Richtlinien erklärt Google, dass niemand garantierte Platzierungen in den organischen Suchergebnissen verkaufen kann und dass Rankings von automatisierten Systemen anhand vieler Signale bestimmt werden, ohne individuelle Bevorzugung durch Google oder Dritte (Google-Hilfe zu SEO-Dienstleistern). Wer dir also Platz 1 garantiert, verspricht etwas, das schlicht nicht in seiner Macht steht.

Wie viel Zeit musst du selbst einplanen?

Ein oft übersehener Punkt. SEO ist keine Leistung, bei der jemand die Rechnung schickt und du nichts damit zu tun hast. Deine Mitwirkung ist wichtig, allerdings deutlich geringer als die meisten Betriebe befürchten.

Für einen einmaligen Audit reicht ein Vorgespräch von etwa dreißig bis sechzig Minuten, danach ein oder zwei kurze Rückfrage-Termine. Über zwei bis drei Wochen verteilt sind das wenige Stunden.

Für die laufende Betreuung planen die meisten meiner Kunden ein bis zwei Stunden pro Monat ein. Beispiel aus einem typischen Ablauf mit einem Handwerksbetrieb: Du schickst mir drei Fotos vom fertigen Bad-Umbau und zwei Sätze zum Auftrag. Ich schreibe daraus einen Referenztext, baue ihn als Projektseite ein und optimiere ihn für die lokale Suche. Dein Aufwand: zehn Minuten Fotos raussuchen. Willst du bei den Bildern gleich einen frischen Look, komme ich auf die Baustelle und mache sie selbst. Dann sinkt dein Anteil weiter.

Was du nicht selbst machst: technische Optimierung, Keyword-Analyse, Textentwürfe, Reporting, Pflege des Google Business Profile. Das ist mein Teil.

Was ist mit KI in der SEO-Arbeit?

Teile der Arbeit lassen sich mit KI beschleunigen, den Kern nicht. Ich setze KI dort ein, wo sie ehrlich Zeit spart, und lasse sie da weg, wo Google echte Erfahrung sehen will.

Sinnvoll zum Beispiel:

  • Erste Entwürfe für Antworten auf Google-Bewertungen, die ein Mensch danach anpasst.
  • Meta-Descriptions und Alt-Texte in Serie, wenn eine Website viele Unterseiten hat.
  • Rohfassungen für Standardseiten als Startpunkt, nie als Endprodukt.

Was KI nicht kann: echte Praxis-Signale liefern. Ein Erfahrungsbericht vom Bad-Umbau, eine ehrliche Einschätzung, ein Foto vom eigenen Team. Rein KI-generierte Ratgebertexte verlieren nach den jüngsten Google-Updates eher an Sichtbarkeit. Wie ich das in laufende Prozesse einbaue, zeigt die Seite KI-Sichtbarkeit.

Was passiert nach dem Discovery-Call?

Damit klar ist, worauf du dich einlässt: Vor dem Termin bekommst du zwei kurze Fragen per Mail zu Ziel und aktueller Situation. Der Call dauert dreißig Minuten. Kein Verkaufspitch.

Danach schicke ich dir innerhalb einer Woche eine schriftliche Einschätzung. Zwei bis drei Seiten mit dem, was ich in deinem Fall für sinnvoll halte, welches Modell passt und was ungefähr zu welchem Budget realistisch ist. Diese Einschätzung ist kein Angebot. Ein Nein ist völlig in Ordnung.

Willst du zuerst nur wissen, wie deine Seite technisch dasteht, nutze den kostenlosen Website-Check. Der zeigt dir eine erste Einordnung, bevor du dich für ein Gespräch entscheidest. Bist du weiter, buche den Discovery-Call über die Kontaktseite.

Häufige Fragen

Wie viel sollte ein KMU monatlich für SEO einplanen? Eine feste Zahl wäre unseriös, weil Wettbewerb und Ausgangslage stark variieren. Als Faustregel: Sehr billige Monatsangebote liefern meist nur automatisierte Berichte, keine echte Betreuung. Wer knapp bei Kasse ist, fährt mit einem einmaligen Audit und selbst umgesetzten Empfehlungen oft besser als mit einem billigen Dauervertrag.

Was ist der Unterschied zwischen SEO und Google Ads? Google Ads sind bezahlte Anzeigen, die sofort erscheinen, aber pro Klick Geld kosten. SEO ist die Arbeit an Website und Google Business Profile, damit du organisch höher rankst. Ads liefern schneller, SEO wirkt langfristig und pro Anfrage oft günstiger. Für viele Betriebe ergibt eine Kombination Sinn.

Warum sind Ranking-Garantien unseriös? Weil kein Anbieter Einfluss auf Googles Algorithmus hat. Google schreibt in der eigenen Hilfe, dass niemand garantierte Platzierungen verkaufen kann und Rankings von automatisierten Systemen bestimmt werden. Wer dir Platz 1 verspricht, verkauft eine Behauptung, die er nicht einlösen kann. Seriös ist eher: "Wir arbeiten so, dass gute Rankings wahrscheinlicher werden."

Wie lange dauert es, bis SEO wirkt? Erste Effekte zeigen sich meist nach drei bis sechs Monaten, stabilere Wirkung eher nach sechs bis zwölf, teils bis achtzehn Monaten. Das sind Erfahrungswerte, keine Garantien. Die konkrete Dauer hängt von deiner Ausgangslage und der Konkurrenz in deiner Region ab. Wer schnelle Top-Rankings verspricht, sollte dich stutzig machen.

Was bringt lokale SEO für einen Handwerksbetrieb? Konkrete Anfragezahlen kann seriös niemand vorab garantieren. Wie du die lokale Konkurrenz bei Google Maps einordnest, habe ich in einem eigenen Beitrag beschrieben: Local SEO für KMU: warum die Konkurrenz bei Google Maps rankt.


Über den Autor

Roland Hentschel ist selbstständiger Webentwickler sowie SEO- und KI-Berater aus Herne im Ruhrgebiet. Er arbeitet mit kleinen und mittelständischen Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen und betreut Websites, Suchmaschinen-Sichtbarkeit, KI-Workflows und laufende Betreuung aus einer Hand. Mehr zur Arbeitsweise findest du auf der Über-Seite.

Mit KI-Unterstützung erstellt, redaktionell geprüft und verantwortet von Roland Hentschel. KI-Transparenz

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Alle BeiträgeVerfasst am 31. Juli 2026